Puntagorda ist die bevölkerungsmäßig kleinste Ortschaft - mit der ältesten Landwirtschaftstradition - der Insel mit trockenem, sonnigem Klima und liegt zwischen Obst- und Mandelbäumen, die in ihrer Blüte Ende Januar die Landschaft verzaubern, im Nordwesten der Insel. Landschaftlich wunderschön und sehr ruhig. Für Wanderer, Naturliebhaber und Ruhesuchende ein idealer Ort.

Die Umgebung von Puntagorda wird geprägt von leichten Kieferwäldern. Die kanarische Kiefer, die die Einheimischen Pino nennen, besitzt einige Besonderheiten.Mit ihren bis zu 30 Zentimeter langen Nadeln, die immer zu dritt aus dem Zweig herauswachsen, kann sie aus den Passatwolken die Feuchtigkeit herausfiltern. Auch wenn aus den Wolken kein Regen fällt, dann kann es doch um eine Kiefer herum tröpfeln. Auch ist die kanarische Kiefer feuerfest, eine Anpassung an den Vulkanismus der kanarischen Inseln. Auch ohne Vulkanausbrüche kommt es leider hin und wieder auf La Palma zu Waldbränden. Nadeln und dünne Äste der Kiefern brennen dann ab, der Stamm und die dickeren Äste werden jedoch durch eine sehr dicke Rinde geschützt, sodaß die verkohlten Bäume nach einem Jahr wieder austreiben.

Mandelblütenfest - Puntagorda
Ende Januar / Anfang Februar
Das Mandelblütenfest von Puntagorda ist eine der großen Fiestas der Insel. Hier trifft und unterhält man sich, probiert die gerösteten Mandeln, trinkt Wein und tanzt. Den Höhepunkt des zweitägigen Festes bildet das poetisch-folkloristische Festival vom Sonntag.Folklore, Wein und Tanz geben diesem Fest die Leichtigkeit des Frühlings. Dieses fröhliche Miteinander läßt den Besucher sich sofort heimisch fühlen. Noch sind die Nächte ein wenig kühl, aber das Temperament der Palmeros und ihrer Folklore, die an südamerikanische Rhythmen erinnert, heizt dem Besucher so ein, daß es einem schon schnell zu warm wird.

Wer als Tourist in dieser Zeit den Nordwesten der Insel La Palma besucht, sieht sie überall: die in voller Blüte stehenden Mandelbäume. Ein Meer in Weiß und zartem Rosa bedeckt so manchen Barranco. Überall duftet es nach Frühling. Ein Heimatgefühl macht sich breit. Doch nicht nur die Mandelblüte ist es, die dem aufmerksamen Beobachter zeigt: Es ist Frühling! So manche andere Blüte zeigt sich gerade jetzt in dieser erwachenden Landschaft: Die zarten Kelche der Montbretien, Freesien und so manchen Kräuter geben der Landschaft ein farbiges Aussehen. Es blüht an allen Stellen.

Über die gut ausgebaute Landstraße ist Puntagorda von Los Llanos oder Tazacorte schnell und gut erreichbar. Rote, fruchtbare Erde, die Mandelbäume, Kanarische Kiefer (Pinien) und die "Dragos", hunderte von Jahren alte Drachenbäume, sind ein Wahrzeichen dieser Region. Für viele Einheimische und Besucher ist dies der schönste Teil der Insel. Hier wachsen Feigen, Tomaten, Äpfel, Pflaumen, Orangen, Zitronen und Aprikosen. Und wer sich die Mühe macht, den alten Caminos und Waldwegen zu folgen, findet überall Weinberge.

Doch Vorsicht ist angebracht. Der Vino de País ist ein schwerer Landwein, der wie griechischer Retsina geharzt ist und schnell ins Blut geht. Schon mancher ist am Morgen mit schwerem Kopf erwacht und konnte sich nicht mehr an das Mandelblütenfest erinnern, was doch eigentlich schade ist. Wer möchte sich schon einer wunderschönen Urlaubserinnerung berauben?

Die Sonnenuntergänge sind gerade in dieser Zeit sehr schön. Ein Farbenspiel, das beim Beobachter fest ins Gedächtnis bleibt. Oder wer hat schon einmal einen Regenbogen gesehen, der von Anfang bis Ende einen farbigen Halbkreis auf den atlantischen Ozean zaubert?

Puntagorda wird auch die »Toskana« von La Palma genannt. Keine großen Plantagen oder Monokulturen. Auf kleinen Feldern werden Obst und Gemüse, Blumen und exotische Früchte angebaut. Die beschauliche Situation rührt von der Geographie her. Von der Steilküste geht es steil rauf auf 500 Meter – zu hoch für die wärmebedürftigen Bananenplantagen (bei uns im Garten ist es gerade noch möglich Bananen wachsen zu lassen, da das Grundstück ca 200 bis 250 Meter unterhalb von Puntagorda liegt). Auf diese Weise sind alte Strukturen erhalten geblieben.

Der schmale Bezirk Puntagorda, der sich von der Cumbre bis zur Küste erstreckt, hat 1800 Einwohner. Im Hauptort auf knapp 700 Meter Meereshöhe leben ca. 1200 Menschen.

Bademöglichkeiten gibt es an der Steilküste nur versteckt. Die Anlegestelle von Puntagorda (Puerto) bietet einen Zugang zum Meer. Touristen wird aber wegen Unkenntnis der gefährlichen Meeresströmungen und der schnellen Wetterumschwünge vom Schwimmen im offenen Meer abgeraten, es gibt hier aber auch Schwimmbecken. Vorsicht ist im Winter angebracht.

Dafür läßt es sich in der Umgebung von Puntagorda hervorragend Wandern. Zahlreiche Wege, Pfade und Pisten führen immer wieder zu grandiosen Aussichtspunkten. Dabei verlassen Sie den Bezirk und kommen in die Nachbargemeinden Garafia und Tijarafe. Richtung Garafia kann man eine Wanderung zum Nachbarort Las Tricias unternehmen. Dort befinden sich die berühmten Drachenbäume von Buracas und ehemalige Wohnhöhlen der Urbevölkerung La Palmas.

Restaurants

Restaurants mit palmerischer Küche gibt es in und um Puntagorda. Zu erwähnen sind hier "Parilla El Pino" (kanarische Küche) in Puntagorda und das "7 Islas" in Tinizara mit vegetarischer Küche und Antonios "Cherne", einem Fischgericht, das man so nur hier bekommt.

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